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{Monatspost} Plastikkonsum

Mein Weg zu weniger Plastik

Es gibt ein Thema, das liegt mit seit einem Jahr wirklich am Herzen - Plastik. Im letzten Juli habe ich mir aus nicht mehr benötigten Fliegengittern Gemüse- bzw. Obstbeutel genäht. Ich wollte einfach beim Einkaufen im Supermarkt nicht mehr die ganzen Plastiktüten verwenden. Das Ergebnis zeigte ich, mit dem Hinweis, dass ich es lieber weiter verwenden möchte als wegzuschmeißen, auf Facebook. Natürlich kamen die Kommentare wie "Das ist ja aus Plastik" oder auch "Und das lässt du an dein Obst/Gemüse?". JA! Auch wenn die verwendete Fliegengitter vielleicht Plastik enthalten, was ich nicht ausschließen kann, so kann ich hiermit Plastik vermeiden und ein anderes Produkt länger verwenden.

Plastik vermeiden durch selbstgenähte Gemüsebeutel
Plastik vermeiden durch selbstgenähte Gemüsebeutel

Die selbstgenähten Stoffbeutel dürfen bei den Einkäufen natürlich nicht fehlen.

Seit dem Zeitpunkt achte ich auch ein bisschen mehr darauf, ob ich das Produkt, wenn es in Plastik eingepackt ist, auch wirklich benötige. Oder ob ich die Zeit und Lust habe, nach einer plastikfreien Alternative zu gucken. Es funktioniert sogar manchmal. Zum Beispiel kaufe ich Milch und Joghurt in Flaschen oder direkt bei der Milchtankstelle. Wir haben hier zum Glück eine. Leider gibt es keinen Unverpacktladen, aber dafür sind wir zu ländlich. Die Möglichkeit auf den Markt zu gehen, ist dazu eine gute Alternative. Mein gelber Sack hat sich dadurch halbiert. Und irgendwie ist es ein gutes Gefühl 😀

Parallel zu den Gemüsebeuteln habe ich Küchentücher gehäkelt. Einfach zwischen 30 und 50 Luftmaschen aufnehmen und dann bis zur gewünschten Höhe feste Maschen arbeiten. Diese können bei Kochwäsche mit in die Waschmaschine, was total praktisch ist.

Selbstgehäkelte Spültücher
Selbstgehäkelte Spültücher

Es kommen auch immer wieder welche hinzu. Als kleines Lückenfüller-Projekt sind die Spültücher nun mal super.

Jetzt, wo ich hier alles einmal aufliste, was ich wie mache, fällt mir eins auf:
Meine Großeltern, bzw. die Generation, haben das immer so gemacht. Zum Bäcker gingen sie mit einem Leinenbeutel. Zum Einkaufen meistens mit einem gehäkelten Beutel, wie hier auch die MoorHexe. Milch wurde beim Bauern frisch geholt. Zu der Zeit waren die Tante Emma Läden auch noch ein Teil vom täglichen Einkaufen. Dort konnte man die genaue Menge an Lebensmitteln kaufen und war nicht auf bestimmte Größen beschränkt.

Ich werde nicht alles bei mir auf plastikfrei umstellen. Dafür ist mir das leider ein wenig zu teuer und ich wohl auch zu faul. Aber wie heißt es immer so schön? Kleinvieh macht auch Mist 😉

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